Allergie


Nach der Geburt werden die Welpen natürlich bei der Hündin angelegt um ihre erste Nahrung zu sich zu nehmen. Diese erste wie auch an den folgenden Tagen aufgenommene  Milch ist die Kolostralmilch auch Biestmilch, Vormilch oder  Erstmilch genannt. Die Kolostralmilch ist im Allgemeinen etwas dicker und proteinreicher als reife Milch und hat viele wichtige Inhaltsstoffe für z.B. das Immunsystem der Welpen.

 

In der nächsten Phase kommt es zur Entwöhnung der Welpen. Die Welpen nehmen ihre erste feste Nahrung zu sich. Manch Züchter der es besonders gut meint und den Magen / Darmtrakt abhärten möchte füttert ganz viele unterschiedliche Nahrungsmittel/ Proteinquellen/ Getreide usw. Auf den ersten Blick eine sehr gute Entscheidung. Die neuen Welpenbesitzer sollen ja einen robusten und allesfressenden Hund bekommen.  Leider kommt es auf den zweiten Blick häufig ganz anders. Orale Toleranz ist für viele Züchter und Hundebesitzer leider immer noch ein Fremdwort. Vereinfacht gesagt muss der Organismus des Welpen lernen, was gut und was schlecht für ihn ist um später keine Immunreaktion auf Futtermittel auszulösen. Deshalb ist es wichtig dem Welpen am Anfang mit Monoproteinen zu füttern. Bedeutet, der Welpe bekommt zu Anfang z.B.  nur reines Muskelfleisch vom Rind. Nach wenigen Tagen hat der Organismus dieses Fleisch als gut bekömmlich erkannt und erst jetzt wird ein weiteres Futtermittel zufügt werden. So hat der Welpe die Chance auf jedes gegebene Futtermittel eine orale Toleranz zu entwickeln. Eine Umstellungsphase mit Trockenfutter bedeutet auch die gleichzeitige Verarbeitung von ca. 20 bis 50 verschiedenen Substanzen. Das hier das Risiko einer späteren Unverträglichkeit bzw. Allergie deutlich steigt ist hier wohl naheliegend. Selbstverständlich gibt es auch viele Hunde die keine Unveträglichkeit bei einer Trockenfutterfütterung entwickeln. Warum sollte man zusätzliche Risiken eingehen wenn es doch auch anders geht.